Herzlich Willkommen

Kater Puschel

Wir schreiben Geschichten und lesen auch vor. Wir – das  sind mein Kater Puschel (inzwischen ist er verstorben – er ist mir immer noch ganz nah) und einige meiner „Geschwister im Inneren“. Da sind eine ganze Menge in uns, die sich da immer ausdrücken wollen – müssen – können….

Und sie handeln natürlich auch von unserem Vielesein, von unserer Betrachtungsweise, unserer Schwierigkeiten, aber auch unserer Stärken.

Wenn hier „ich“ geschrieben wird, meinen wir immer „wir“. Allerdings schreiben auch einige Innens selber, die schreiben sich aber in Schrägschrift und/oder in verschiedenen Farben. Die Geschichten, die hier her kopiert werden, haben immer – Polina und Maggi in Zusammenarbeit geschrieben. Poletta ist für die Organisation im Blog zuständig und sie teilt die Beiträge ein. Eleonore schreibt meistens selbst über sich, wenn sie grad vorne ist. Der Rest von uns hat nicht die Tendenz sich schriftlich auszudrücken. Zusammen sind wir die Melinas!

Inzwischen haben wir weit über 300 Geschichten – meist Kurzgeschichten  und Erzählungen – geschrieben, aber veröffentlicht haben wir noch nicht einmal die Hälfte. Für Kinder haben wir auch ein inzwischen mehrere Bücher geschrieben, mein Erstes  heißt „Honolulu liegt in Bayern“. Genaueres darüber und über all meine Bücher könnte ihr auf meiner website:

www.hilger-geschichten.jimdo.com  lesen

Ansonsten schreiben wir sehr vielfältige Geschichten – je nachdem wer gerade schreibt. Begleitet werden wir immer beim Schreiben von Puschel (er geistert hier immer noch irgendwie herum). Er liebet das Tackern der Computer-Tasten, es schien für ihn wie ein Weckruf. Dann sprang er auf den Schreibtisch und legt sich quer zum Bildschirm (oder schlängelet sich auch um meinen Nacken) und schaute mich an als wollte er sagen: „Na, los doch“. Manchmal denke ich, dass er die Geschichten aus mir herauslockte und dass es ohne ihn vielleicht gar keine gäbe. Doch jetzt wo er nur noch imaginär da ist, schreibe ich immer noch.

Wenn ich mich dann losgerissen hatte von seinem intensiven Blick, schaute ich auf das weiße Blatt äh den Bildschirm und warte. Ja, worauf warte ich wohl? Auf eine Eingebung! Ich weiß nicht wie andere Autoren, Schriftsteller, Schreiberlinge das machen – ich jedenfalls warte auf eine Eingebung. Und die kommt mit 99 prozentiger Sicherheit. Keine Ahnung wie das passiert. Aus den tiefsten Tiefen kommt erst ein Wort, dann noch eins, dann viele, dann verwandeln sich die Wörter in die Protagonisten, die plötzlich zu Filmen vor meinem inneren Auge werden.

Das ist wirklich lustig, spannend, traurig, interessant, lehrreich….und das Schönste, ich weiß nicht was aus dem Film wird, was passieren wird und ich bin selbst gespannt, überrascht und beeindruckt, über das was ich da abspielt. Es ist wie wenn da jemand einen Film zeigt wie im Kino und ich habe keine Ahnung wie er heißt, was der Inhalt ist, wie er sich gestaltet, wie er endet. Meine Aufgabe ist in solchen Momenten nur das Schreiben auf der Tastatur und welch ein Glück, dass ich so schnell schreiben kann, dass ich mit diesem inneren Geschehen Schritt halten kann.

Ihr glaubt das nicht? Es ist die Wahrheit.

Ich weiß es gibt Schriftsteller, die sagen so Dinge wie „ich brauche für einen Satz drei Monate“ oder „an manchen Tagen schreibe ich nur ein Wort“ oder ähnliches. Auf diese Art schreibe ich nicht – ich kann es auch nicht. Es muss aus mir heraus fließen oder ich lasse es bleiben.

Manchmal denke ich, dass die Geschichten schon fertig in meiner Seele, oder vielleicht auch im Kopf sind und sie wollen nur noch heraus und die Leser kennenlernen. Sie helfen mir auch ganzer, vollständiger, heiler zu werden, denn mir fehlen durch mein schwieriges Leben, während der ganzen Kindheit und Jugend, viele  Erinnerungen.

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